Nach ordentlichen Segeltagen mit Wind aus Ost und einer Staerke von 10-bis 20 Knoten ist er nun gestern wieder eingebrochen, also unter 5 Knoten Windstaerke. Das Schiff liegt entsprechend ruhig. Wir geniessen erst die Ruhe, Zeit fuer ein Sonnenbad , es ist ja auch Sonntag, Zeit fuer Koerperpflege, diesmal ohne Atlantikbad, dafuer verschwenderisch, es ist ja Sonntag, mit Suesswasser aus dem Tank. Wir setzen unser buntes Leichtwindsegel, beschleunigen auf 2 bis 3 Knoten Fahrt, was freut, jedoch will das Segel im Gewell partout nicht konstant stehen, wird es also wieder weggeraeumt.
Zum Fruehstueck gabs frisch gebackenes Brot und weil das Schiff so herrlich und ungewohnt ruhig lag gleich noch eine Pizza. Koestlich wars. Doch dann musste unser Jockel ran an den Vortrieb, er schob uns bis in die fruehen Montagmorgenstunden, jetzt haben wir wieder konstant SE Wind, er bringt uns flott voran. Das Gebiet 25 bis 30 Grad gilt als Schwachwind und Flautengebiet. Durch die Wahl eines weit oestlicheren Kurses als es gewohnt auf dieser Route befahren wird, konnten wir ein weit groesseres Schwachwindgebiet westlich unserer Route erfolgreich umfahren, was uns einigen Diesel eingespart hat, nebst herrlichen Segeltagen, die uns dafuer beschert wurden. Taeglich interpretieren wir die Wetterkarten, die sich erstaunlicherweise taeglich markant auch wieder veraendern. Erstaunlich in einem Seegebiet dieser Dimension. So ist es also gewissermassen taeglich immer wieder eine UEberraschung, welche Bedingungen wir antreffen. .
Die Wetterdaten werden uns als Grib File via Kurzwellenfunk auf unseren Lap Top gesandt, weiter holen wir alle 5 bis 7 Tage eine entsprechende individuelle Routenempfehlung ein, die sich bisher gut bewaehrt hat. Ab Donnerstag oder Freitag sollten wir den 35 igsten Laengengrad erreichen wenn der Wind uns treu bleibt, dann werden wir rechts abbiegen , auf die Autobahn wie Steve immer wieder sagt, und mit westlichen oder suedwestlichen Winden direkt die Azoren anlaufen. Die naechste Flaute werden wir dann voraussichtlich vor den Azoren wieder antreffen, verursacht durch das stationaeren Azorenhoch. .
Zur UEberbrueckung der Flauten und Speisung unseres Jockels fuehren wir 580 Liter Diesel mit. Dies erlaubt uns circa 230 Stunden unter Motor zu fahren und auch die Batterien an Bord zu laden. Bisher haben wir 46 Stunden unter Motor zurueckgelegt, bleiben uns also theoretisch noch 180 Stunden. Bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 4.5 Knoten koennten wir also noch 800 Seemeilen, dies entspricht 1500 km, unter Motor zuruecklegen. Bis heute 16.00 UTC haben wir total ab Sint Maarten 888 Seemeilen zurueckgelegt, verbleiben also noch circa 1600 Seemeilen. .
Heute Montag gibts Roesti.